Everything you need to know about illegal refrigerants

Claus-Dieter Penno

03 Feb 2021

Claus-Dieter Penno

Claus-Dieter Penno vertritt seit 2017 Handwerk, Handel, Industrie und Bildungseinrichtungen im Bereich Kälte, Klima und Wärmepumpen. Vor seiner Wahl zum Präsidenten des ZVKKW war der diplomierte Ingenieur über Jahrzehnte im Handel und Vertrieb von Kältemitteln tätig. „Unser  Verband und seine Betriebe stehen voll hinter der F-Gase-Verordnung und dem verbundenen Ziel des Umweltschutzes. Seit Einführung der Verordnung im Jahr 2015 bemühen sich die Handwerksbetriebe für einen noch effizienteren Einsatz von Kältemitteln, um so auch den befürchteten Engpass zu vermeiden.“

Gleichzeitig sei das Thema Kältemittel aber auch eine Herausforderung, die es den Handwerk extrem schwer mache – so schwer, dass einige Betriebe mittelfristig vor dem Aus stehen dürften. Da ist einerseits der Aufwand, bei den geltenden Vorgaben jederzeit auf dem neuesten Stand zu bleiben und diese auch fachgerecht umsetzen zu können. Auf der anderen Seite erzeugt der Kältemittel-Schwarzmarkt einen unfairen Preisdruck. Das führe laut Penno immer wieder zu intensiven Diskussion mit manchen Kunden. Vor allem für kleine Betriebe sei dieser Preisdruck eine Herausforderung, der mittelfristig nicht alle gewachsen sein werden.

Auch in technischer Hinsicht bringt der Schwarzmarkt Gefahren mit sich. Penno zufolge musste schon so mancher Anlagenbetreiber feststellen, dass seine selbstgekauften und eingefüllten Kältemittel nicht den Spezifikationen entsprachen und die Kälteanlage anschließend streikte. Die Betriebe seines Verbandes werden dann gerufen, um die unsauberen Mischungen abzusaugen, durch zertifizierte Kältemittel zu ersetzen und größere Schäden möglichst zu vermeiden.

Für den ZVKKW steht Penno auch im Austausch mit weiteren nationalen Verbänden in Europa. Er kann berichten, dass die Umsetzung der F-Gase-Verordnung in nationales Recht sowie dessen Durchsetzung sich von Land zu Land unterscheidet. Die Herausforderungen sind für Handwerksbetriebe in anderen Ländern aber vergleichbar. Neben einer stärkeren Verfolgung des Schmuggels lautet Pennos Wunsch daher: ein offeneres Ohr und etwas mehr Sachverstand bei den europäischen Gesetzgebern für die Herausforderungen, vor der die gesamte Branche steht.